Vorwort

Wir haben bei der Stadt ein Gesuch gestellt für die Sperrung der Strasse Am Wasser im Bereich des Engpasses (Am Wasser 108) an diesem Samstag Mittag für 2 Stunden. Dieses Gesuch wurde von Herrn Stadtrat Wolff abgelehnt mit der Begründung:

«Die Auswirkung auf den Verkehr wird mit einer Sperrung der Strasse als zu gross eingeschätzt.»

Als Alternative wurde uns die Bäulistrasse oder die Hardeggstrasse vorgeschlagen. Das zeigt den Wert, den die Anwohner der Durchgangsstrassen Am Wasser und Breitensteinstrasse bei den Behörden geniessen, den Wert von Gefangenen des Verkehrs und Gefangene sollen bitte schön ihr Maul halten!

Herr Stadtrat Wolff hat uns zu einem Gespräch eingeladen, welches doch sehr positiv verlief. Daraus resultiert die Genehmigung der Strassenkundgebung für 5 Minuten für unseren Fototermin.

Vinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.x

Bestraft durch den Verkehr - bitte begnadigt uns.

Das ist aktuell unsere Situation hier Am Wasser und Breitensteinstrasse. Täglich mehr als 12'000 Fahrzeuge fahren hier vorbei, unzählige Lastwagen bringen unsere Fenster zum Zittern, auch nachts bleibt der Verkehr nicht aus.

Das war nicht immer so. Ich wohne seit 24 Jahren hier und bin mir sicher, dass damals nur halb soviel Verkehr hier durchgefahren ist. Lastwagen gab es damals kaum an der AWB.

Und nachts ab 9 Uhr, da war es einfach still, nur selten ein Auto. Damit konnte ich auch gut leben.

Heute hat der Verkehr natürlich überall zugenommen, nicht nur an der AWB, aber wir haben nun doppelt soviel Verkehr wie vor 20 Jahren, das ist eine extrem hohe Zunahme, deshalb nicht haltbar! Zu allem Übel kommen noch die Lastwagen dazu.

Es wird sich kaum ein Anwohner finden, der nicht auch schon morgens um 5 Uhr durch den ersten Lastwagen geweckt wurde. Schlafen mit offenem Fenster ist bei mir nicht mehr möglich.

 

Und unsere Zukunft?

Waidhaldetunnel mit Autobahnausfahrt am Wipkingerplatz? Ist zur Zeit in Abklärung.

Mit Sicherheit wird nächstes Jahr der Vollanschluss der Autobahn an die Europabrücke fertig gestellt. Tagsüber wird dort ein Lichtsignal die Einfallachse regulieren, damit nicht zuviel Verkehr in die Stadt gelangt.

Und nachts? Da blinken die Lichtsignale, dann kann man ohne Halt und ohne Behinderung direkt bei uns durchfahren. Da werden sich die Autofahrer freuen um den Zeitgewinn.

Wir haben die Verantwortlichen im Jahr 2012 darauf angesprochen und bekamen zur Antwort:

«Sollte dies eintreten, wird die DAV prüfen, ob ein Nachtbetrieb der Lichtsignalanlage Autobahnanschluss-Europabrücke eine adäquate Lösung darstellt.»

Die DAV erklärte zur Problematik Nachtverkehr auch am „Workshop Verkehr Kreis 10“, sie werde nicht „künstlich“ den Verkehr behindern. Im Klartext heisst das, es gibt kein Nacht-Verkehrs-konzept, dies wurde auch so bestätigt, das Verkehrskonzept ist auf die Stosszeit ausgerichtet.

Nachts gilt: Freie Fahrt für freie Bürger, den TCS wird’s freuen.

Apropos Bürger, sind wir nicht auch Bürger? Haben wir nicht auch Rechte? Haben wir als Steuerzahler in der Stadt weniger Rechte als der Durchgangsverkehr?

Bisher wurden Strassen gebaut für den Verkehr. Doch nun beginnt man zu realisieren, dass links und rechts der Strassen Menschen ihr zu Hause haben, sogenannte Anwohner, oder Gefangene des Verkehrs.

 

Wir wollen nicht länger die Gefangenen des Verkehrs sein, befreien wir uns!

Wir wollen auch mal abends auf dem Balkon (Vorgarten hab ich nicht) sitzen und bei einem Glas Bier oder Wein diskutieren, ohne uns anschreien zu müssen, damit wir vor lautem Verkehr den Partner überhaupt verstehen können!

Medienaktion: 300m zur nächsten ÖV-Haltestelle

am Samstag, 24.08.2013 um 11 Uhr (Ersatztermin bei schlechtem Wetter 31.08.2013)

 

Wir begrüssen sehr, dass die VBZ bestrebt ist, innerhalb der Stadt Zürich den EinwohnerInnen innerhalb von 300 Metern Luftlinie eine Haltestelle anbieten zu können. Leider wird die Topografie ausgeblendet, weder Fluss noch Berg werden berücksichtigt. Wie dies bei den AnwohnerInnen der Strasse Am Wasser in Zürich Höngg konkret aussieht, zeigen wir mit unserer Aktion "VBZ-Passagiere gehen baden".

Als Startort haben wir den Kloster Fahr-Weg Höhe Tobeleggweg 9 ausgewählt und gehen von hier zur nächstliegenden Haltestelle, dies ist mit 300m Luftlinie die Haltestelle Hardhof. Dazu werden wir den Fluss schwimmend überqueren müssen.

 

baden

 

Die Aktion werden wir kreativ und humoristisch schmücken wie zum Beispiel

Patrizia M., Hausfrau, geht Einkaufen:
„ Das schwierigste ist, das Brot trocken nach Hause zu bringen"

oder

Regina A., Partymaus, geht feiern:
„ isch voll unkuhl: mis make up schwimmt i dä limmat"

 Im Anschluss werden unsere Darsteller an der Haltestelle Hardhof mit Plakat und Sprechblase bereit stehen für einen Fototermin und ein Interview.

 

Wir möchten mit unserer Aktion darauf aufmerksam machen, dass die Strassen Am Wasser, Hardeggstrasse, Kloster-Fahr-Weg und Tobeleggweg durch den ÖV unzureichend erschlossen sind und fordern eine Buslinie.

Dabei verweisen wir auf das Postulat von Florian Utz (SP) und Guido Trevisan (GLP) vom 27.06.2012

Einführung einer Buslinie auf der Route Hauptbahnhof-Am Wasser-Rütihof

Beide Gemeinderäte werden an unserer Aktion "VBZ-Passagiere gehen baden" teilnehmen und werden versuchen, das Budget der Stadt Zürich trocken über die Limmat zu bringen.

Ebenfalls teilnehmen wird Stadtratskandidat Samuel Dubno.

 

 

300m

Das Gesetz sagt

740.3 Verordnung über das Angebot im öffentlichen Personenverkehr :

3 Die Siedlungsgebiete gelten als durch den öffentlichen Verkehr

erschlossen, wenn die Luftlinienentfernungen zu einer Haltestelle,

unter Vorbehalt besonderer topographischer Verhältnisse, folgende

Werte nicht übersteigen:

a. 400 Meter im Einzugsbereich der Haltestellen von Linien, die der

Feinerschliessung dienen,

 

Die VBZ verzichtet auf den Begriff „besondere topografische Verhältnisse“ und stellt

den Grundsatz:

Das Gesetz gibt den VBZ vor, dass alle Einwohner und Einwohnerinnen innerhalb von 400 Metern (Luftlinie) eine Haltestelle erreichen können. Wir sind bestrebt, diese Vorgabe in der Stadt auf 300 Meter zu reduzieren. Daraus resultiert, dass ca. alle 300 Meter eine Haltestelle vorzufinden ist.

 

Die Strasse Am Wasser kam auch mal in den Genuss einer Buslinie, sie bekam die Nummer 71. Leider wurde sie aus Kostengründen am 14.12.2008 eingestellt. Viele empörte Anwohner beschwerten sich bei der VBZ und erhielten die Antwort, Am Wasser sei gut erschlossen, die Haltestelle Schwert sei die nächstgelegene Haltestelle. Mit einer Luftlinienentfernung von bis zu 400 Meter und einer Höhendifferenz von 60 Meter. Ist das der Bevölkerung zumutbar? Können ältere Anwohner dies überhaupt bewältigen?

 

Erst neulich wurde am Workshop Verkehr Kreis 10 über diese neue Buslinie diskutiert. Im Schlussbericht zum Workshop Verkehr Kreis 10 sagt die Stadt dazu, Zitat

Die Stadt sieht hier keinen Handlungsbedarf.

 

 

Kloster-Fahr-Weg

Entfernung nach Google:

 

Haltestelle

Entfernung

Höhenunterschied

 

Winzerhalde

450 Meter

10 Meter

Meierhofplatz

650 Meter

65 Meter

Schwert

650 Meter

60 Meter

Hardturm

700 Meter

0 Meter

 

 

 

"Lärmschutz bringt nicht nur Lebensqualität, Lärmschutz ist auch Gesetzesauftrag."

Mit dieser Aussage eröffnet das Tiefbauamt des Kanton Zürichs auf Ihrer Webseite die Lärm-Display- Kampagne.

Auf Initiative der IG Am Wasser / Breitenstein hat das Tiefbauamt des Kantons Zürich an der Beitensteinstrasse ein Lärmdisplay installiert. Dieser macht den Lärm für die LKW und Autofahrer sichtbar und hat zum Ziel, diese zu einer lärmsensibleren  Fahrweise zu bewegen.

Das Display zeigt alarmierend, wie hoch die Lärmbelastung ist. Ein einzelner Lastwagen zeigt das Lärm-Display mit 84 Dezibel bei 1 Meter Entfernung an. In einem Abstand von 4 Metern, und die Wohnhäuser sind in dieser Entfernung, ergibt das immer noch 72 Dezibel.

 

Der Immissionsgrenzwert für Wohn-/Gewerbe-Zonen liegt tagsüber bei 65 Dezibel, und in der Nacht bei 55 Dezibel. Der Alarmwert beträgt 70 Dezibel (siehe dazu die Website des BAFU).

Auch der GIS-Browser des Kantons Zürich zeigt für Am Wasser und die Breitensteinstrasse einen Wert einen Wert von 75,7 Dezibel tagsüber und 70 Dezibel nachts an. Beachtet werden muss, dass 3 Dezibel mehr einer wahrgenommenen Verdoppelung des Lärms entsprechen. Die Grenzwerte werden also keineswegs geringfügig, sondern vielmehr massiv überschritten.

  

Lärmdisplay Lärmdisplay  Lärmdisplay

 

 

Das Tiefbauamt des Kantons Zürich hält fest:

"Die Idee ist, dass es nicht nur wirksamer, sondern auch sparsamer ist, den Lärm nicht zu bekämpfen, sondern ihn gar nicht erst zu produzieren" und bringt es damit auf den Punkt.

Tempo 30 produziert im Vergleich zu Tempo 50 die Hälfte des Lärms. Deshalb fordern wir

Durchgehendes Tempo 30 auf der Achse Am Wasser / Breitensteinstrasse

Diese Forderung ist nicht nur bei den Anwohnerinnen und Anwohnern, sondern auch bei den Quartierorganisationen gut abgestützt. Im Frühjahr 2013 wurde der von der Stadt Zürich initiierte "Mitwirkungsprozess Verkehr Kreis 10" abgeschlossen, zu welchem lokale Organisationen wie die Quartiervereine eingeladen waren. Die Forderung nach Tempo 30 nachts wurde dabei einhellig überwiesen. Eine klare Mehrheit der Teilnehmenden unterstützte darüber hinaus auch die Forderung nach einem generellen Tempo 30, also auch tagsüber.

Eine sehr ausführliche Studie finden Sie bei der Fachhochschule Jena

 

BAFU Faktenblatt "Lärm macht krank"

Die dauernde Lärmbelastung ist jedoch nicht nur lästig, sondern sie macht die Anwohnerinnen und Anwohner krank. Das BAFU weist in seinem Merkblatt darauf hin, dass der menschliche Körper auf Lärm mit der automatischen Ausschüttung von Stresshormonen reagiert, was sich in einer erhöhten Herzfrequenz und erhöhtem Blutdruckwert zeigt. Untersuchungen weisen darauf hin, dass durch Lärm bluthochdruckbedingte Krankheiten zunehmen, aber auch Herzkrankheiten bis hin zum Herzinfarkt.

 

Heute nutzen gleich viele Fahrzeuge die Quartierstrassen Am Wasser und Breitensteinstrasse wie den Gotthardtunnel. Die Anwohnerinnen und Anwohner bezahlen mit ihrer Lebensqualität – und mit ihrer Gesundheit. Das darf so nicht weitergehen.

Es ist Zeit für Tempo 30!

Am Wasser/Breitensteinstrasse:

Die Zeit zum Handeln ist jetzt!

   

Die IG Am Wasser/Breitenstein (IGAWB) begrüsst die 16 Empfehlungen des Mitwirkungsprozesses „Verkehr Kreis 10". Sie bringen, wenn sie denn umgesetzt werden, eine massgebliche Entlastung der Quartierbevölkerung – sowohl an den Strassen Am Wasser und Breitensteinstrasse wie auch im übrigen Höngg und Wipkingen .

 

Für die IGAWB hat am Mitwirkungsprozess Präsident Martin Zahnd teilgenommen; zudem war auch IGAWB-Vorstandsmitglied und SP-Gemeinderat Florian Utz als Vertreter der SP am Mitwirkungsprozess beteiligt. Die IGAWB-Mitglieder haben dabei mit anderen Organisationen, Parteien und Quartiervereinen konstruktiv zusammengearbeitet, um eine Einigung über Massnahmen zur Entlastung der Bevölkerung zu erreichen. Von den 17 Empfehlungen, welche die städtischen Behörden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf Grund der Diskussionen vorgeschlagen hatte, stiessen deren 16 auf eine grossmehrheitliche bis einhellige Unterstützung der Teilnehmenden (deutlich nicht unterstützt – auch nicht von der IGAWB – wurde einzig der Vorschlag, einen Tunnel von der Europabrücke nach ScienceCity und/oder Affoltern zu bauen). Die IGAWB trägt alle der angenommenen 16 Empfehlungen mit. In Bezug auf die Achse Am Wasser/Breitensteinstrasse sind vor allem die folgenden Vorschläge von Bedeutung:

 

  • Abklassierung der Strassen Am Wasser/Breitenstein

Heute sind diese beiden Strassen kantonal klassiert. Da sie den Charakter von Quartierstrassen haben, erscheint es jedoch als sinnvoll, sie zu kommunalen Strassen abzuklassieren. So würde nicht nur die Kompetenz zur Einführung von Tempo 30 – welche bereits heute bei der Stadt Zürich liegt –, sondern auch die Kompetenz für bauliche Massnahmen auf die Stadt Zürich übertragen.

Mit nur einer Gegenstimme wurde diese Empfehlung sehr klar dem Stadtrat überwiesen.Mit der Abklassierung forderten eine grosse Mehrheit der Mitwirkenden natürlich auch ein durchgehendes Tempo 30. Damit würde eine Kernforderung der IGAWB umgesetzt.

 

  • Nachts Tempo 30 signalisieren

Auch hier mit nur einer Gegenstimme wurde diese Empfehlung sehr klar dem Stadtrat überwiesen. Die IGAWB findet, das ist ein Schritt in die richtige Richtung.

 

  • Einführung einer Buslinie auf der Achse AWB

Diese Empfehlung wurde ohne Gegenstimme überwiesen. Die Mitwirkenden waren sich einig, dass Am Wasser sehr schlecht an den ÖV angebunden ist.Deshalb muss endlich ein Bus auf der Linie Hauptbahnhof-Breitensteinstrasse-Am Wasser eingeführt werden, optimaler Weise mit Weiterverbindung auf den Rütihof.

 

  • Beseitigung des Engpasses auf der Höhe Am Wasser 108

Noch immer besteht eine brandgefährliche Situation an jener Stelle, an welcher es kein höhenmässig abgesetztes Trottoir gibt, sodass die Fussgängerinnen und Fussgänger faktisch auf der Strasse gehen müssen. Die Teilnehmenden am Mitwirkungsprozess waren sich einig, dass diese gefährliche Situation nicht andauern darf. Klar ist gleichzeitig auch, dass die Beseitigung des Engpasses kein Präjudiz für ein Tempo-50-Projekt schaffen darf. Die Mitwirkenden haben deshalb klar signalisiert, dass das jetzige, vorübergehende Tempo 30 auch nach der Erweiterung des Engpasses bestehen bleiben muss, da sonst ein völlig falsches Signal gesetzt würde.

Wenn das Tempo 30 bestehen bleibt, begrüsst auch die IGAWB die Erweiterung.

 

  • Neue Verkehrssteuerung am Wipkingerplatz

Der MIV soll so gelenkt werden, dass unerwünschte Routenwahlen – wie jene über die Achse Am Wasser/Breitenstein – restriktiv behandelt werden. Dieser Vorschlag kann für die Quartierbevölkerung eine gewisse Entlastung bringen. Auch diese Empfehlung ist mit grosser Mehrheit der Mitwirkenden überwiesen worden.

Die IGAWB freut sich über die guten 16 Empfehlungen, die am Mitwirkungsprozess beschlossen wurden, und wir danken allen beteiligten Organisationen, Parteien und Quartiervereinen sowie auch den städtischen Behörden für die konstruktive Zusammenarbeit. Von den städtischen Behörden erwartet die IGAWB nun, dass die 16 Vorschläge, welche vom Quartier im Sinne eines breiten überparteilichen Konsenses unterstützt werden, zeitnah umgesetzt werden. Die Bevölkerung wurde schon viel zu lange vertröstet.