1. Unterstützen Sie die Forderung nach Tempo 30 an der Breitensteinstrasse und Am Wasser?
  2. Falls ja, befürworten Sie die generelle Einführung von Tempo 30 zwischen Wipkingerplatz und Europabrücke oder sind Sie für zeitliche und/oder räumliche Einschränkungen?
  3. Befürworten Sie ein Verbot des Schwerverkehrs (ausgenommen Lieferungen für das Quartier) an der Breitensteinstrasse und Am Wasser?
  4. Befürworten Sie eine Verengung der Fahrbahn durch den Bau eines höhenmässig abgesetzten Velowegs und einer Verbreiterung der Trottoirs?
  5. Befürworten Sie eine Abklassierung der Strassen Am Wasser / Breitensteinstrasse zu kommunalen Strassen?
  6. Würden Sie die Einführung einer neuen Buslinie Hauptbahnhof-Am Wasser-Frankental-Rütihof befürworten?
  7. Wie wird Ihre Partei dieses Jahr die Anliegen der IGAWB zur Beruhigung der Verkehrssituation Am Wasser / Breitensteinstrasse konkret unterstützen?

Uebersicht

Partei 1 2 3 4 5 6
AL KA KA KA KA KA KA
CVP Ja Nein Nein Nein Nein Ja
EVP KA KA KA KA KA KA
EDU KA KA KA KA KA KA
EVP Ja NK NK NK NK NK
FDP NK NK NK NK NK NK
Grüne Ja Ja Ja Ja Ja Ja
GLP Ja Ja Ja Ja Ja Ja
PFZ KA KA KA KA KA KA
SD NK NK Ja Ja Ja Ja
SP Ja Ja Ja Ja Ja Ja
SVP Nein Nein Nein Nein Nein Nein

KA= Keine Antwort

NK= Nichts Konkretes

1. Ja.
2. Die SP10 unterstützt die Einführung einer generellen Tempo-30-Zone ohne zeitliche oder räumliche Ausnahmen.
3. Ja.
4. Ja, die SP10 befürwortet beide Massnahmen.
5. Ja, die SP10 unterstützt eine Abklassierung, denn die Stadt ist näher am Geschehen als der Kanton und kennt deshalb die Probleme Am Wasser und an der Breitensteinstrasse besser.
6. Ja, denn von einer neuen Buslinie profitiert das ganze Quartier: Am Wasser und Breitensteinstrasse werden endlich wieder ans öV-Netz angeschlossen, der 46er-Bus wird entlastet und die Verbindungen zwischen Rütihof und Frankental werden verbessert.
7. Die SP ist im Kantonsrat bereits zu Gunsten von Tempo 30 aktiv geworden, durch eine Anfrage von Benedikt Gschwind, Monika Spring und Erika Ziltener . Die Antwort des Regierungsrates steht noch aus, doch so oder so wird die Kantonsratsfraktion der SP am Ball bleiben. Im Gemeinderat hat nach unserer Einschätzung die Einführung der neuen Buslinie hohe Priorität; Gemeinderat Florian Utz wird deshalb nach Absprache mit der IGAWB einen entsprechenden Vorstoss einreichen. Auch weitere Anfragen und Vorstösse sind in Planung, um die Anliegen der IGAWB umzusetzen; die Details werden noch mit der IGAWB zu besprechen sein.

Nein, ich werde keine Ihrer Massnahmen unterstützen. Sie sind meiner Ansicht nach kontraproduktiv. Das Desaster an der Breitensteinstrasse und Am Wasser ist aufgrund der grotesken stadträtlichen Verkehrspolitik entstanden, die durch immer neue Verkehrsbehinderung auf den Hauptachsen den Schleichverkehr durch die Quartiere fördert. Gegenwärtig ist die Achse Am Wasser/Breitensteinstrasse die einzige Strasse, die den Verkehr aufnehmen muss, der vormals über die Pfingstweidstrasse floss. Gleichzeitig hat der Stadtrat die Abfahr/Auffahr auf die Hardbrücke zur Pfingstweidstrasse bzw. auf den Rosengarten gesperrt und damit zusätzlichen Druck auf die genannten Strassen Am Wasser und Breitenstein gegeben. Der Stadtrat ist offensichtlich der irrigen Ansicht, er könne die Leute umerziehen, indem er den Verkehr generell blockiert. Er belästigt damit nur immer mehr Menschen. Diese Politik ist völlig verfehlt und ich werde garantiert nicht mithelfen, ihr weiteren Vorschub zu leisten. Ich gehöre nämlich selbst zu denjenigen, die beruflich auf das Auto angewiesen sind und auch ich benutze die genannte Strasse für meinen Arbeitsweg. Güter und Dienstleistungen sind die Lebensadern für das wirtschaftliche Gedeihen unserer Stadt. Das Abwürgen des Verkehrs bringt Tourismus, Handel und Gewerbe zum Erliegen. Das kann nicht in unserem Interesse sein.
Sobald Sie sich mit Ihrer IG dafür einsetzen, den Verkehr auf den Hauptachsen zu verflüssigen, bin sich sogar damit einverstanden, weitere Tempo 30 Zonen zu befürworten. Allerdings ist solches an der Breitensteinstr. und Am Wasser nicht nötig, zumal vor dem Schulhaus zu den für den sicheren Verkehr der Schüler relevanten Zeiten Tempo 30 gilt und bei der heutigen Verkehrssituation Tempo 30 keine Einschränkung darstellen würde, sondern ein leeres Versprechen. Ich bin also sicher, dass eine Normalisierung der Kapazität auf den Hauptachsen automatisch eine Entlastung der Nebenstrassen bringt. Das lässt sich übrigens durch Berechnungen von Verkehrsingenieuren beweisen. Das weiss auch die Verkehrsabteilung des Tiefbaudepartementes, nur dürfen die das nicht öffentlich sagen, weil es nicht ins politische Konzept passt.
Abschliessend versichere ich Ihnen, dass ich Ihre Situation sehr gut verstehe, aber Ihre Lösung für die falsche halte.

Die von Ihnen aufgeworfenen Fragen haben wir im Vorstand der FDP 10 diskutiert. Die Fragen lassen sich meines Erachtens nicht seriös mit Ja oder Nein beantworten, wenn man als Partei die Realität nicht aus den Augen verlieren will. Wir verzichten daher für die Fragen 1-6 auf Antworten und bemerken dazu generell:
„Wir setzen uns für ruhige Wohnquartiere ein, z.B. dank dem Waidhaldetunnel.“
Die Frage 7 beantworten wir wie folgt:
Schriftliche Anfrage von FDP-Kantonsrätin Carmen Walker Späh und anderen zur baustellenbedingten Ausdehnung der Tempo-30 Zone, KR-Nr. 383/2009
Andreas Egli, Präsident FDP 10 und Vorstandsmitglied im QV Höngg verlangt als Ressortleiter Verkehr von der Stadt/DAV schon seit Monaten die Erstellung eines „Gesamtkonzepts Verkehr Kreis 10“.

Gerne beantworte ich im Namen der Grünen Kreispartei 6/10 Ihre Anfrage.

- Wir Grünen unterstützen die Forderung nach Tempo 30 vollumfänglich,
auch generell zwischen Wipkingerplatz und Europabrücke. Tempo 30-Zonen
befürworten wir in der Umgebung von Schulhäusern überhaupt, zudem
verringert es im Fall der Breitensteinstrasse und Am Wasser die Gefahr
für weiteren Schleichverkehr. Zeitliche oder räumliche Einschränkungen
sind unserer Ansicht nach nur zweite Wahl, wenn der Kanton eine
generelle Tempo 30-Zone verhindert.

- Schwerverkehr gehört klar auf die Transitachsen, ausser sein Ziel
liegt im Quartier. Deshalb befürworten wir ein Verbot für Schwerverkehr.

- Eine Verengung der Fahrbahn reduziert die Geschwindigkeit und somit
auch die Unfallgefahr. Wir befürworten auch die Verbesserungen für den
Velo- und Fussverkehr. Die Gestaltung des Strassenraums muss auch den
Bedürfnissen der Quartierbevölkerung angepasst sein und nicht primär
dem motorisierten Verkehr.

- Wir bevorzugen in der Regel die kommunale Hoheit über die Strassen,
da diese die Bedürfnisse der AnwohnerInnen besser berücksichtigt als
die kantonale Regierung.

- Wir befürworten diese Buslinie, da diese Strassen teilweise recht
weit entfernt liegen von der nächsten ÖV-Haltestellen.

- Wenn im Gemeinderat diese Vorlagen behandelt werden, wird die Grüne
Fraktion wie immer im Interesse der schwächeren
VerkehrsteilnehmerInnen abstimmen.